Mediation und Konfliktarbeit

Konflikte in Projekten und Organisationen entstehen selten zufällig.
In ihnen verdichten sich strukturelle Unklarheiten, widersprüchliche Erwartungen und ungelöste Entscheidungsfragen.

Mediation bedeutet hier nicht, Konflikte zu beruhigen oder „aufzulösen“,
sondern sie so zu bearbeiten, dass Zusammenarbeit wieder möglich wird.

Konflikte als Ausdruck organisationaler Dynamiken

In Projekten und Organisationen entstehen Konflikte häufig dort, wo:

  • Rollen und Verantwortlichkeiten unklar sind

  • Entscheidungen vertagt oder delegiert werden

  • Loyalitäten zwischen Projekt, Linie und Auftraggeber kollidieren

  • formale Strukturen nicht mehr tragen

Konflikte sind dabei selten das eigentliche Problem.
Sie machen sichtbar, wo das System an seine Grenzen kommt.

Wie ich Mediation verstehe

Meine mediative Arbeit ist:

  • organisationsbezogen

  • strukturell orientiert

  • gruppendynamisch fundiert

Sie unterscheidet sich bewusst von:

  • Therapie

  • Einzelcoaching

  • Moderation zur Beruhigung der Situation

Ziel ist nicht Harmonie,
sondern Arbeitsfähigkeit trotz Unterschiedlichkeit.

Woran in der Mediation gearbeitet wird

Im Mittelpunkt der Mediation stehen unter anderem:

  • Klärung von Rollen, Erwartungen und Entscheidungsräumen

  • Bearbeitung festgefahrener Konfliktmuster

  • Umgang mit Macht, Einfluss und Verantwortung

  • Wiederherstellung von Kommunikation, ohne Konflikte zu nivellieren

Nicht alles lässt sich auflösen.
Vieles lässt sich jedoch so bearbeiten, dass wieder gemeinsam gearbeitet werden kann.

Wann Mediation sinnvoll ist

Mediation ist insbesondere dann sinnvoll:

  • bei eskalierten oder chronischen Konflikten in Projektteams

  • bei Spannungen zwischen Fachbereichen oder Hierarchieebenen

  • bei blockierten Entscheidungsprozessen

  • als Ergänzung zur Projekt- oder Projektkrisenarbeit

Mediation ersetzt keine Führung.
Sie unterstützt dort, wo Führung allein nicht mehr ausreicht.

Einladung zum Gespräch

Wenn Konflikte Zusammenarbeit blockieren oder Entscheidungen unmöglich machen,
lohnt sich ein gemeinsames Gespräch.

Nicht, um Lösungen zu liefern –
sondern um die Situation gemeinsam verstehbar zu machen
und nächste Schritte realistisch zu klären.