Projekt- und Projektkrisenarbeit

Projektkrisen beginnen selten spektakulär.
Meist zeigen sie sich schleichend: Entscheidungen verlieren an Wirkung, Konflikte werden umgangen, Verantwortung wird unklar und Projekte kommen zwar voran – aber nicht weiter.

Wann diese Arbeit sinnvoll wird

Typische Anlässe für Projekt- oder Projektkrisenarbeit sind:

  • Projekte, die formal laufen, praktisch aber feststecken

  • wiederkehrende Eskalationen ohne nachhaltige Klärung

  • widersprüchliche Erwartungen zwischen Projekt, Linie und Auftraggeber

  • Entscheidungsstaus trotz klarer Gremien

  • steigender Druck bei sinkender Arbeitsfähigkeit

Oft ist fachlich vieles geklärt.
Was fehlt, ist Klarheit darüber, wer was tragen kann – und wer nicht.

Worum es in der Projektkrisenarbeit geht

Projektkrisenarbeit bedeutet nicht, Projekte „zu reparieren“.
Sie schafft Bedingungen, unter denen Projekte wieder arbeitsfähig werden können.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Klärung von Entscheidungsräumen

  • Bearbeitung von Konflikten, ohne sie vorschnell zu lösen

  • Sichtbarmachen informeller Dynamiken

  • Stärkung von Führung unter begrenzter formaler Macht

Nicht jede Spannung lässt sich auflösen.
Aber viele lassen sich so bearbeiten, dass wieder gehandelt werden kann.

Wie ich arbeite

Die Arbeit erfolgt immer kontextbezogen und situativ.
Je nach Ausgangslage arbeite ich:

  • im Projekt – begleitend in laufenden Situationen

  • am Projekt – klärend an Struktur, Auftrag und Entscheidungslogik

  • mit den Beteiligten – reflektierend, moderierend oder beratend

Ich arbeite nicht mit vorgefertigten Interventionsplänen.
Was sinnvoll ist, zeigt sich meist erst im gemeinsamen Blick auf die konkrete Situation.

Was diese Arbeit nicht ist

keine zusätzliche Projektsteuerung „von außen“

  • kein Konfliktcoaching mit Lösungsversprechen

  • keine Moderation zur Beruhigung der Lage

  • kein Ersatz für Führung

Projektkrisenarbeit wirkt dort, wo Organisationen bereit sind,
sich mit den eigenen Dynamiken auseinanderzusetzen –
nicht dort, wo sie vermieden werden sollen.

Einladung zum Gespräch

Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Projekt fachlich weiter ist als sozial,
oder dass viel Energie gebunden ist, ohne Wirkung zu entfalten,
dann lohnt sich ein gemeinsames Gespräch.

Nicht, um Lösungen zu liefern –
sondern um die Situation gemeinsam lesbar zu machen.