Projekt- und Projektkrisenarbeit
Projektkrisen beginnen selten spektakulär.
Meist zeigen sie sich schleichend: Entscheidungen verlieren an Wirkung, Konflikte werden umgangen, Verantwortung wird unklar und Projekte kommen zwar voran – aber nicht weiter.
Wann diese Arbeit sinnvoll wird
Typische Anlässe für Projekt- oder Projektkrisenarbeit sind:
Projekte, die formal laufen, praktisch aber feststecken
wiederkehrende Eskalationen ohne nachhaltige Klärung
widersprüchliche Erwartungen zwischen Projekt, Linie und Auftraggeber
Entscheidungsstaus trotz klarer Gremien
steigender Druck bei sinkender Arbeitsfähigkeit
Oft ist fachlich vieles geklärt.
Was fehlt, ist Klarheit darüber, wer was tragen kann – und wer nicht.
Worum es in der Projektkrisenarbeit geht
Projektkrisenarbeit bedeutet nicht, Projekte „zu reparieren“.
Sie schafft Bedingungen, unter denen Projekte wieder arbeitsfähig werden können.
Im Mittelpunkt stehen:
Klärung von Entscheidungsräumen
Bearbeitung von Konflikten, ohne sie vorschnell zu lösen
Sichtbarmachen informeller Dynamiken
Stärkung von Führung unter begrenzter formaler Macht
Nicht jede Spannung lässt sich auflösen.
Aber viele lassen sich so bearbeiten, dass wieder gehandelt werden kann.
Wie ich arbeite
Die Arbeit erfolgt immer kontextbezogen und situativ.
Je nach Ausgangslage arbeite ich:
im Projekt – begleitend in laufenden Situationen
am Projekt – klärend an Struktur, Auftrag und Entscheidungslogik
mit den Beteiligten – reflektierend, moderierend oder beratend
Ich arbeite nicht mit vorgefertigten Interventionsplänen.
Was sinnvoll ist, zeigt sich meist erst im gemeinsamen Blick auf die konkrete Situation.
Was diese Arbeit nicht ist
keine zusätzliche Projektsteuerung „von außen“
kein Konfliktcoaching mit Lösungsversprechen
keine Moderation zur Beruhigung der Lage
kein Ersatz für Führung
Projektkrisenarbeit wirkt dort, wo Organisationen bereit sind,
sich mit den eigenen Dynamiken auseinanderzusetzen –
nicht dort, wo sie vermieden werden sollen.
Einladung zum Gespräch
Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Projekt fachlich weiter ist als sozial,
oder dass viel Energie gebunden ist, ohne Wirkung zu entfalten,
dann lohnt sich ein gemeinsames Gespräch.
Nicht, um Lösungen zu liefern –
sondern um die Situation gemeinsam lesbar zu machen.